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Das versunkene Dorf

Das Dorf Pöhl wurde damals geflutet

Im Namen der Talsperre lebt das untergegangene Dorf Pöhl fort. Es verschwand eines der schönsten mittelalterlichen Bauerndörfer mit Schloss, einstigem Rittergut, Kirche, Schule, Mühle, einer Eisengießerei, Bauerngehöfte und kleinere Anwesen, um den größtmöglichen Stauraum zu erhalten.

Dorf Pöhl

Die schicksalhafte Geschichte von Pöhl, das an einer Post-, Handels- und Heeresstraße lag, endete für 430 Einwohner am 1. August 1961 laut damaligen Kreistagsbeschluss Plauen.

Weitere Informationen finden Sie hier:
                  Dorf Pöhl

1288 Erste urkundliche Erwähnung des Ortes. In einer Schenkungsurkunde für das Deutsche Haus in Plauen wird ein „frater Nicolaus des Bele“, d.h. Ordensbruder Nicolaus aus Pöhl, genannt.
1333 Erster urkundlicher Nachweis über eine Kirche in Pöhl: Herr Johanz, der itzund pharrer da ist.
1418 Es bestehen zwei Herrensitze. Auf dem einen, dem oberen, aus ihm ging das spätere Rittergut hervor, sitzen Volkel und Hans Röder, auf dem unteren Friedrich von Kospode.
1569 Ein erstes Schullocal wird erwähnt, Schulmeister ist Hanns Encke.
1581 Caspar Röder kauft den unteren Herrensitz von Siegmund von Dölau und vereinigt beide Herrensitze in einer Hand.
1641 Im Dreißigjährigen Krieg wird der Ort von kaiserlichen Truppen erst geplündert und dann fast völlig eingeäschert.
1661 Weihe der 1641 niedergebrannten und nunmehr unter großen Opfern neu erbauten Kirche.
18.Jahr. Im Nordischen Krieg 1706/07 zwischen August dem Starken und dem schwedischen König Karl V. und im Siebenjährigen Krieg 1756-1763 leiden vor allem die Pöhler Bauern unter Einquartierung, Zahlung von Kontributionen, Verpflichtung zu Schanzarbeiten, Vorspanndiensten und Lieferung von Getreide, Stroh und Lebensmitteln.
1806 Auf dem Durchmarsch befindliche französische Truppen plündern im Dorf, u.a. besonders brutal im Pfarrhaus.
1809 Der Familienbesitz der Röder geht wegen Aussterbens im Mannesstamm und infolge Heirat an die Familie von Bodenhausen aus Brandis über.
1813 Pöhler Baumwollspinner richten mit anderen vogtländischen Leidensgenossen eine Bittschrift an den sächsischen Landesherrn zur Linderung ihrer Not.
1829 Vier Bauerngehöfte und ein kleines Wohnhaus werden Opfer eines Großfeuers.
1855 Die Schülerzahl der Pöhler Schule, zum Schulbezirk gehören noch Helmsgrün, Neudörfel, Jocketa und Möschwitz, steigt auf 255. Sie werden vorerst noch von einem (!) Lehrer unterrichtet. Möschwitz scheidet 1859 wegen des Baus eines eigenen Schulgebäudes aus dem Schulverband aus.
1861 Einweihung eines neuen Schulgebäudes in Pöhl.
1907 Aufstockung des 1550 erbauten Herrenhauses im Stile der Neurenaissance.
1921 Ein drei Wochen währender Schulstreik wegen Suspendierung eines jungen Lehrers erregt Sachsenweit große Aufmerksamkeit.
1945 Das Rittergut wird enteignet und geht als Staatseigentum in Volkseigentum über. Im Zuge der Bodenreform entstehen drei Neubauernstellen. Auf dem Gelände der Eisengießerei entsteht ein kleiner Reparaturbetrieb für landwirtschaftliche Maschinen, aus dem sich der Maschinenbaubetrieb Fa. Heinz Lehmann entwickelt.
1947 Aus der vierklassigen Dorfschule wird eine achtklassige Grundschule.
1949 Gründung einer Sportgemeinschaft, später „Traktor Pöhl” genannt.
1950 Im ehemaligen Herrenhaus - es dient nach 1945 als Unterkunft für Umsiedler und Bombengeschädigte - entsteht durch umfangreichen Umbau ein Kindergenesungsheim (1957 aufgelöst).
1953 Großes Schul- und Heimatfest, u.a. mit Festzug und Volksfest, Umbenennung des Charlottenturmes in Julius-Mosen-Turm, Ausstellung einheimischer Künstler, heimatkundliche Dia-Vorträge und Schulsportfest.
1954 Ein großes Hochwasser überschwemmt die Triebwiesen und das gesamte Gelände der Eisengießerei und der Fa. Lehmann. 1955 erlebt Pöhl erneut ein Hochwasser.
1958 Im Januar beginnt der Bau der Talsperre. Die Eisengießerei wird nach Herlasgrün verlagert, die Fa. Lehmann nach Jocketa. Die Umbettung der Toten des Friedhofs ist am Jahresende im Wesentlichen abgeschlossen.
1960 Im Laufe des Jahres siedeln die Pöhler Einwohner um, die Mehrzahl nach Jocketa, aber zahlreiche Familien auch nach Plauen und Herlasgrün, einzelne Familien nach anderen Orten des Vogtlandes und darüber hinaus. Die Letzten verlassen den Ort 1961. Die Schule zieht am 31. Oktober zunächst in eine provisorische Unterkunft (Baracke) nach Jocketa um, weil die dort zu errichtende Schule noch nicht fertig gestellt ist.
1961 Am 24. März - fast auf den Tag genau 300 Jahre nach ihrer Widerweihe nach dem Dreißigjährigen Krieg - fiel die Pöhler Kirche einer Brandstiftung durch Kinder zum Opfer.
  Mit dem 1. August 1961 hört auf Beschluss des Ministerrates der DDR die politische Gemeinde Pöhl auf zu bestehen.

Dorfchronik Pöhl, erstellt von Herbert Steinmüller

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